Aktuelles
 

Folsäureversorgung der Mutter ist wichtiger Faktor im Kampf gegen kindliche Fehlbildungen

Weltweit werden jedes Jahr acht Millionen Kinder mit Fehlbildungen geboren, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der amerikanischen Hilfsorganisation "March of Dimes". Ein großer Teil von ihnen könnte durch einfache Präventionsmaßnahmen verhindert werden. Besondere Bedeutung hat hier das B-Vitamin Folsäure. Eine ausreichende Folsäure-Versorgung vor und während der ersten drei Monate der Schwangerschaft ist für eine gesunde Entwicklung des Babys besonders wichtig. Denn zwischen dem 21. und 28. Tag der Schwangerschaft schließt sich das so genannte Neuralrohr (Vorstufe von Rückenmark und Gehirn). Ist in diesem Entwicklungsstadium nicht ausreichend Folsäure vorhanden, kann es zu Neuralrohrdefekten, also Fehlbildungen des zentralen Nervensystems wie Spina bifida ("offener Rücken") kommen. Neuralrohrdefekte zählen laut dieser Studie mit 323.904 Geburten global zur zweithäufigsten Form von Fehlbildungen.
Auch in Deutschland kommen jährlich 500 bis 800 Kinder mit dieser angeborenen Beeinträchtigung zur Welt. Weitere 500 Ungeborene werden abgetrieben. Eine weitere Verbesserung der Folsäureversorgung, gezielt bei Frauen die schwanger werden wollen oder könnten, ist daher dringend notwendig. Alle Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, sollten täglich 400 µg Folsäure als Tablette zusätzlich zur Nahrung aufnehmen.

Quelle: March of Dimes, New York, 2006

Mai 2006

 
< nach oben